19.09.2009 Hannover, KOKS Geburtstag im Musikzentrum

von Totte

 

Ten Years of K.O.K.S. and Living Concerts, eine Gaudi sondergleichen. Schon beim fünfjährigen Geburtstag durften wir damals aufspielen, zarte Bande wurden damals geknüpft und sind inzwischen zu einem festen Businessstrang verwoben. Klingt gut? Ist es auch.
Anläßlich ihres zehnjährigen Bestehens haben die Damen und Herren besagter Agenturen richtig aufgefahren: Zwei Tage mit Rockmusik, einem Extrazelt mit den Livegranaten der Wohnraumhelden, leckerstes Catering und vielevieleviele tolle Menschen.
Es ist Samstag und wir düsen schon früh gen Hannover, denn Urs hat alle zum gepflegten Monster-DVD-Gucken eingeladen.
Die ist nämlich schon fertig und im Preßwerk, jetzt wollen wir uns auch mal die Früchte genauer besehen.
In Urs’ schicker WG angekommen, gibt es – neben Wiedersehensfreude und Nikotinoverkill – auch gleich erste Biere, der ein oder andere hält sich zudem an Tequila. Gute Laune galore.
Die DVD ist, bei aller Bescheidenheit, wirklich sehr schön geworden, vollgepackt mit skurrilstrem Zeug und vielen Konzertmitschnitten, interessant ist es schon, sich mal aus einer anderen Perspektive zu erleben. Ein bißchen Scham gehört aber ebenfalls dazu, keiner von uns ist so richtig heiß auf eine eigene Außenbeschauung. Wir erröten abwechselnd vor Begeisterung und peinlicher Berührtheit, aber das Gesamtergebnis läßt uns innerlich definitiv aufjubeln.
Im Anschluß schnell eine Setlist erstellt und ab dafür.
Ankunft Musikzentrum: Strahlender Sonnenschein, gutgelaunte Leute, la famiglia feiert in sehr entspannter Atmosphäre. Wir tun da gerne mit, Achim, der Don der KOKSer bekommt einen Marmorkuchen (Mist, vergessen, die Backform wieder mitzunehmen), viele bekannte Gesichter, Aufzählung unmöglich, schon wird geprostet.
Die wohnraumhelden haben soeben ihr erstes Set im Zelt fulminant beendet, schon füllt sich der Club und Bitune rocken gehörig.
Bei all dem Rumgerenne, Bierchen hier, Zigarette dort, vergeht die Zeit bis zu unserem Auftritt im Fluge, zack, da sind wir auf der Bühne und der Club ist sehr voll: Wow! Hannover, Hannover, ich habe das gestern schon dem ein oder anderen ins Ohr gelallt, meine es aber auch ausgenüchtert heute genauso: Bei euch spielen ist wie heimkehren.
Unser Auftritt macht einen höllischen Spaß, wir gratulieren liedertechnisch den Geburtstagskindern, Rüdi spielt einen neuen Song, der sehr gut ankommt, und das Publikum läßt die kuh so richtig fliegen, um auch mal Sprachrelikte zu reanimieren.
Einfach eine phantastische Stimmung, die man verbal kaum eruieren kann, es herrscht heute einfach eine richtige Geburtstagsfeieratmosphäre. Gerne geben wir Zugaben, noch lieber aber stürzen wir uns gleich im Anschluß in das Getümmel, um uns von den 5 bugs und Fat Belly die Ohren gehörig durchpusten zu lassen. Dabei fließt auch der ein oder andere Jägermeister, durchaus zuviele Jägermeister, Contenance und Eloquenz sind heute nicht gerade unsere herausragendsten Charaktermerkmale. Scusi dafür, aber wenn die Zeichen auf Sturm stehen, muß man die Augen schließen und direkt da durch.
Vor dem totalen Abschuß haben wir aber noch eine weitere Premiere: K.O.K.S. hat via Zeitung ein „Meet and Greet“ mit uns verlost. Jawohl, das klingt nach BRAVO-Tenniekram und was wir da jetzt genau anstellen sollen, wissen wir auch nicht. Ein Meet and Greet mit uns: Das kann doch eigentlich jeder hqaben, der tatsächlich Lust darauf hat.
Je nun, glücklicherweise ist Arndt, der Gewinner, ebenso ein „Meet and Greet“ Neuling wie wir, gemütlich sitzen wir nun also alle im Backstagebreich, essen Bratwurst und Salat, rauchen und trinken Bier und rätseln miteinander, was man so am besten macht anläßlich unseres Bilnd dates. Auch glückliche Fügung, daß Arndt uns zwar überhaupt nicht kennt, sondern „eben einfach die damit verbundenen Freikarten gwewinnen wollte“, aber sehr sympathisch ist. Wir fragen ihn über seinen Beruf aus und nötigen ihm Bratwurst um Bratwurst auf, dann entscheiden wir gemeinsam, daß wir doch genauso gut einfach zusammen im Club feiern könnten. Gesagt, getan. Unser erstes Meet and Greet.
Danach gibt es dann aber auch wirklich kein Halten mehr, alle sind so nett, ich falle jedem um den Hals, der sich mir in den Weg stellt und ziehe irrsinnige Vergleiche zu den Hochzeiten der Paten-Filme und diesem Event. Völliger Quatsch aber großartig sind beide.
Es ist schon fünf Uhr morgens und der Platz hat sich sehr merklich geleert, alws auch Rüdi und ich uns entscheiden, endlich zum Hotel aufzubrechen. Der taxifahrer ist die Obernull und will uns zuerst an einem völlig falschen Hotel absetzen, da „das immerhin ein Hotel sei“, bevor er uns nur noch an einem falschen Hotel absetzt, weil „das so ähnlich heißt wie unseres.“ Dafür verfügt jenes Hotel aber über einen tollen Portier (hieß er Walter? Irgendwer gestern hieß Walter und war sehr zuvorkommend, weshalb ich ihn im Tagebuch erwähnen wollte. Ich glaube, das war jemand anders...), der uns den rechten Weg weist, den wir dann auch, nach einem kurzen Schnelleinkauf am HBF, erfolgreich hinter uns bringen. Der Rest ist Schnarchen. Das war meine schönste Geburtstagsfeier dieses Jahr und wir alle danken KOKS, Liveing Concerrts, den Bands, dem Musikzentrum und vor allem dem super Publikum für diese rauschende Ballnacht: Ihr ward die besten Gäste/Gastgeber, die man sich wünschen kann. Auf bald!


Zu den Fotos >>

Zurück zur Übersicht >>

PHP-Programmierer