26.07.2009 München, Free and Easy Festival
von Rüdi
München
Laut Tomtom liegen 626 Kilometer Wegstrecke bis München vor uns.Da eine Reise bekanntlich lustig ist, freuen wir uns händereibend auf diesen schönen langen Ausflug. Wir kaufen Gummibärchen, Cola, Luftballons, Papierschlangen und allerlei lustiges Rasselzeugs, Kautabletten falls wir spucken müssen und Malbücher mit Fingerfarben falls uns langweilig wird. Heissa, das wird was! Pensen spielt „Ich sehe was, was du nicht siehst“,Totte und Fred halten um die Wette die Luft an und zählen alle gelben Autos, Börnski saut mit seinem Flutschfingereis den Bus ein, während Burger auf seinem Gameboy bei „Super Mario“ den ersten Level knackt. Urs fährt das Playmobill und ich soll mir die Landschaft angucken.
Schön hier! Zugegeben.
Aber Spaß beiseite. In Wirklichkeit trinken wir uns natürlich mit Strohrum die Kopfschmerzen vom Vorabend weg, im Buskino laufen Sexstreifen und zwischen den Merchkisten finden wir noch ein betrunkenes Groupie von gestern, irgendein Modell oder so was.
Touralltag halt.
So hab ich mir diese Rock´n´Roll Sache jedenfalls immer vorgestelt. Die Wahrheit lässt sich leider schnell beschreiben: Zähfliessender Verkehr, Hitze, Langeweile.
Bis München.
Cut!!
Halb eins.
Rückreise nach Hamburg. Alles grad sehr schwierig, weil jetzt hier tatsächlich Wortkettenspiele erfunden wurden,wo ich mitspiele und grade musste ich einen Film nennen, der mit N beginnt. „Nosferatu“ sage ich stolz, aber solche Nachlässigkeiten gehen hier nicht durch, denn der Film heisst irgedwie länger. Dafür verbiete ich prompt Burger seine Serie und Labörnskis Doku.- Ätsch!
Musste ich auf der Hinfahrt mich noch abwechselnd in Kinder-und Altherrenphantasien ergehen, ist jetzt hier mittlerweile tatsächlich der totale Kindergarten ausgebrochen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, mit welcher kindlichen Verbissenheit hier Spielregelauslegung betrieben wird. Wir sind wirklich bester Laune, ganz Deutschland liegt zwar noch vor uns, aber es gibt auch verdammt viele Filme und noch viel mehr Buchstaben.
Mittlerweile ist folgendes passiert:
Wir haben glaube ich ein gutes Konzert gespielt. Könnte sein, dass es daran lag, dass wir mal wieder länger als eine Stunde spielen durften, könnte sein, dass es an der plötzlichen Beinfreiheit nach neun Stunden Autofahrt lag, Jedenfalls haben wir eine wirklich gute Zeit auf der Bühne und geniessen das intelligente Publikum. Apropos: Liebe Münchner, das Stühlerücken war wirklich großes Kino.
Apropos, ich bin dran: Kinofilm auf „R“............Ratatouille.
Geht durch.
Liebe Leser. ich fass mich kurz. München war die lange Reise allemal wert, egal was heut noch passiert, es war ein echter Spaß. Ohne Scheiß. Ihr wart alle klasse! Es sind noch abermillionen Kilometer nach Hamburg, aber dafür immer gerne!!
Film mit „Z“.............
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