27.06.2009 Stukenbrock, Serengeti-Festival

von Totte

 

...richt. Die Fahrt von Geislingen zum Stukenbrocker Serengeti-Festival. 0:16 Uhr. Noch fünf Stunden Fahrt. Urs und Fred sind die absolut härtesten Helldriver der Nation. Gestern noch 700 Kilomter von Hamburg nach Geislingen, dann Konzert, Abbau und weiter geht’s!
Ich für meinen Teil, penne sofort ein und wache erst wieder bei Ankunft um ca. 5 Uhr morgens auf. Sorglos schlafen kann man eh, wenn die beiden fahren, denn sie sind auch noch – neben der Härte - extrem verantwortungsbewußt.
Glücklicherweise haben wir in Stukenbrock sofortbeziehbare Hotelzimmer, denn noch gut vier Stunden Schlaf könnten hilfreich sein, das Konzert gut über die Bühne zu bekommen.
Ist es auch, um 10 Uhr sind wir zwar nicht total frisch aber doch immerhin etwas weniger augengerändert und verbusbuckelt.
Ab zum Festival, das wir heute eröffnen. Groß ist das Geländer, wow, sehr groß und vor allen Dingen noch komplett leer. Der Einlaß beginnt erst um 11 Uhr. Hm, da werden wir wohl eher vor freier Fläche spielen. Naja, vielleicht wächst die Wiese davon besser. Zumindest regnet es nicht. Ziemlich entspannt, also ungewohnt entspannt machen wir unseren Soundcheck und begrüßen die ersten vier, hier eintreffenden Menschen, doch siehe da: Sie kommen – statt erstmal an den Bierstand zu latschen, wie man es selber bei Ankunft machen würde – gleich vor die Bühne und erzeugen Stimmung. Und noch weiter: Es kommen immer mehr Menschen, erstaunlich viele für die Uhrzeit. Und durchweg gut drauf. Sehr großartig, wir ziehen unseren Soundcheck so kurz und unterhaltsam wie möglich durch und verziehen uns nach Ansage „für 30 Sekunden“ hinter die Bühne. Tatsächlich greift das Publikum unsre Countdown Idee auf und zählt laut rückwärts. Wir Schnecken schaffen das Einmonstern natürlich nicht rechtzeitig und verspäten uns um etwa 10 Sekunden. Scusi! Dann aber geht’s los:
Es wird für uns ein tolles Konzert. Eine Stunde Frühshoppenrock mit einem extrem lustigen und beinah durchweg nüchternen Publikum. Für uns ein gemeinsames Erlebnis, denn auch auf der Bühne ist jeder absolut alkoholfrei am Start. Da die meisten Konzerte abends stattfinden, ist der Griff zum Bier eher ein naheliegender, um 11 Uhr mittags steht einem das Wasser doch näher in Reichweite.
Es macht ziemlich viel Laune und die Festivalbesucher machen Stimmung als wäre es bereits Mitternacht und völlig zugerockt! Es wird mitgemacht und mitgeschunkelt, viele sitzen auch mit lachenden Minen entspannt im Gras und wippen im Takt mit. Ein wirklich lockerer Auftritt in enorm geselliger Atmosphäre. Knorke. Vielen Dank!
Gerne geben wir eine Zugabe, gerne würden wir auch mehr, aber der Festivalzeitplan ist heilig und die Einhaltung extrem nötig. Beim nächsten Mal gibt’s dann auch wieder „4 Meter“ und „Schönheitschirurgie“
Ehrenwort.
Nach dem Konzert müssen wir recht schnell abbauen und einladen, denn wir müssen zurück nach Hamburg und Burger muß einen Zug erreichen, um in Bad Kissingen pünktlich mit den Schröders auf der Bühne stehen zu können.
So bleibt nur wenig Zeit für nette Gespräche mit nicht minder netten Menschen, u. a. den Zwillingen, die uns tatsächlich das Wochenende über die Höllenstrecken über Geislingen bis nach Stukenbrock gefolgt sind und heute selbst noch auf der Bühne stehen müssen – Respekt.

Im Bus merken wir unsere Ermüdung allerdings schnell und die schwüle Hitze macht das auch nicht gerade besser. In Hannover urs und Burger abladen und weiter. Coffee to go und weiter. Puh...Wir sind angekommen. Völlig bräsig sitze ich nun hier in Hamburg, Fred und Rüdi fläzen sich auf der Couch und die Tiefkühlpizza ist immer noch nicht fertig. Die beiden winken Euch gerade zum Gruße.
Aber nicht nur sie, auch der Rest des Monstertrosses ruft dem Serengetifestival ein lautes „Dankeschön!“ zu, in der Hoffnung, Euch bald wieder zu sehen.
Zwar ist der Bericht recht kurz, aber es ist ja auch noch früh am Tage: 18:22 Uhr. Gleich spielen 'Down' in Stukenbrock. In Hamburg spielt nur das TV. Müde...
Serengeti rules!


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