Feuerwache, Magdeburg
01. Apr. 2019

Tourtagebuch

Feuerwache, Magdeburg

01. Apr. 2019

von Totte

Der Frühling ist da. Ich habe die Ankunft in Magdeburg verpennt, andererseits gibt’s auch keinen Grund, immer alles mitzubekommen. Jetzt steht der Bus in seiner Pracht, Supersoelve hat erstmal verdienten Feierabend und die Monsters lassen sich in unerschiedlichen Konstellationen von der Sonne bescheinen. Hier und da wehen sanfte Gitarrenklänge durch die Lüfte. Werner bastelt an unserem Intro, das die letzten Konzerte irgendwie zum Ende immer unschlüssig geblieben ist. Ich schreibe Berichtw, trinke Kaffee, Burger, Fabi und Rüdi fahren zwecks Einkauf in die Innenstadt und der Tag plätschert, bis Veranstalter Ramin ankommt und wir in das Hotelzimmer zum Duschen kommen. Danach herrlich erfrischt ein, zwei Bier mit Soelve in der Sonne genossen, Kuhbilder geschossen und Soundcheck gemeistert. Das Abendessen ist enorm lecker, gerade das vegane Gemüse. Absolut gut.

Kurz vor Konzertbeginn erfahren wir, dass die Lichttechnik heute versagt und wir quasi in Bürobeleuchtung spielen werden. Das ist etwas schade aber nur inimal, denn das unfassbare Publikum lässt uns rasch jeden Kummer vergessen und statt dessen mit strahlenden Lächeln in unsere Saizten hauen. Wir spielen und quatschen viel, lachen und hören rekordverdächtige „Wieder nix“-Chöre, italienische Liebesbotschaften und originelle Setlistentipps. Der Großteil des Publikums steht, trotzdem ist die Lonzentration enorm hoch,. Der Mitmachpegel aber ebenso. Einfach wundervoll. Die Herren mit Bauhelmen kriegen zwar leider wieder nicht ihren Wunschtitel, weil wir dafür Dinge bräuchten, die wir nicht mithaben, aber sie sind verständnisvoll und schunkeln auch zu anderen Perlen. Das Konzert vergeht im Flug, ein paar kleine Änderungen in der Setlist haben auch sehr gut getan und nachher ist großes Hin und Her, denn auch Claudio ist ab heute mit an Bord, frisch aus Berlin angereist. Ich lerne unter anderem Sven aus Berlin kennen, der meinem Münchener Onkel Helmut sehr ähnelt, was ich dazu verleitet auch mit ihm gleich über Familie und Heine zu reden, insgesamt ist das eine sehr schöne Atmosphäre im Club. Aber auch anschließend im Bus, wo das Musik-Motto „die 80er“ lautet. 19, Maria Magdalena, Roam, undsoweiter, sehr schön, doch irgendwann verkrümelb Börnski und ich uns zum Horrorhörspielhören, von dem ich etwa zwanzig Sekunden mitbekomme, bevor ich von Ottergangs träume, die Wasserschweine anfeinden. Interesiting tourlife..dreams are my religion. Magdeburg, Feuerwache, das war wunderschön!

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