Tourtagebuch

Open Flair, Eschwege

10. Aug. 2019

von Totte

 

… (Fortsetzung) Der Bus rollt nun gen Eschwege und die Anspannung baut sich wieder neu auf. Gerade noch standen wir beim Hütte rockt-Festival auf der Bühne und konnten den ersten Adrenalinschub entladen. Jetzt aber, wo wir auf unser Haus- und Hoffestival zufahren, steigt der druck wieder. Es ist ein erfreulicher Druck, voller Wärme und Vorfreude, aber eben auch ein leichter Leistungsdruck, wie man ihn vom Zusteuern auf Familienfeiern kennt. Wir werden heute auf der Baumkreisbühne nach den Toten Hosen spielen, exakt so, wie bei unserem zweiten Flairauftritt. Nostalgieday! Im Bus wechseln die Unterhaltungen wild zwischen ernsthaften Diskussionen, Planungstalk und Nonsensegelaber mit Lachtränen und Schnappatmung. Die Fahrt verläuft verkehrstechnisch völlig problemfrei, zudem wird der Himmel von Kilometer zu Kilometer blauer, die restlichen Woken tupfen nur schelmisch.

Kaum in Eschwege angekommen, begrüßt uns Lina, und wir spazien alle durch das schöne Örtchen aufs Festivalgelände. Da wir heute erst gegen 20 Uhr angekommen sind, haben wir leider nicht soviel Zeit, alle so augiebig zu begrüßen wie sonst, aber – ich weiß, ich wiederhole mich- Love is in the air. Ich spiele mit Börnski Tischtennis (er zieht mich ab), esse mit Lina prima Veggieburger (Cateringcrew: Wieder unglaublich lecker! Merci), dann flanieren wir aber auch alsbald zur Baumkreisbühne, um uns auf unseren Auftritt vorzubereiten und dem Lumpenpack beim Bühnenabriß zuzugucken. Das Baumkreisteam ist uns wohlbekannt und cool wie stets, und beschenkt uns mit Herzlichkeit und Extratür. Ist das ein Wahnsinn. Burgers Family kommt uns besuchen, und damit freude auf. Auch diverse Sondaschüler sind noch vor Ort, Costa entscheidet, zum onzert zu bleiben, auch Reis against the Spülmaschine Hanke schlägt später auf, Norman, Felix Römer ausm E-Werk, wie schön kann so ein Monsterleben sein? Soviele Freunde und liebe Kollegen. Und dann erstmal vor der Bühne: Inzwischen spielen die Hosen (ich nenn' sie mal so aus Coolnessgründen) auf der Hauptbühne, der Platz ist natürlich berstens gefüllt, aber auch vor der Baumkreisbühne ist der Platz schon voll. Natürlich auch wegen der Hosen, aber viele freundliche Gesichter sind uns bereits beim Soundcheck zugewandt und machen erste Sachen mit, obwohl wir ja technisch noch komplett unsichtbar sind. Muß was mit Flairtelepathie zu un haben. Ist auf jeden Fall geil. Die Hosen spielen länger als geplant, die Zeit nutzen wir zum Hufescharren, vortrinken, aber auch für Getänkeverteilung an das wartende Publikum, ein erstes Crowdsurfen meinerseits und mit Begeisterung über die vielen Monsterschöre, die schon jetzt ertönen. Oh Gott, wir wollen icht mehr warten!

Fred und ich tanzen etwas auf der Bühne zu Hosensounds. Bühnensüchtig... Jetzt noch das feuerwerk. Das dauert aber! Wozu braucht man Feuerwerk? Feuerwerk ist schön, aber wir wollen jetzt...ah...letzter Knall, wir dürfen.

Das wird eine ganz tolle Stunde. Wir waren ja schon so oft hier, und wir kennen uns alle auswendig, aber immer ist irgendwas anders. Heute waren es für uns sicher auch die Nostalgie der Bühne, die Uhrzeit, die Flashbacks, für uns leuchtete der Moment. Wir wissen natürlich, dass wir uns songmäßig immer sehr wiederholen, aber wir wollen diese Flairstunde eben gern als Party füllen. Wr von Euch uns auf unseren Clubshows gesehen hat, der weiß, dass wir regrläßig fleißig neue Songs präsentieren. Aber Flair epfinden wir eben als Partyjukeboxrockfamilyrockevent, und da taugt uns das am besten. Wie seht ihr das? Gebt mal Bescheid. Für dieses Mal machtet Ihr zumindest auf uns einen sehr freudigen Eindruck. Leif, Miri, Yvonne, der Meerbuscher und viele Freunde im Publikum, wir holen für Photos eine befreundete Flairfotografin auf die Bühne, Mittelfinger schicken wir kollektiv an die AfD, Liebe in die Baumkreisbühne und weit darüber hinaus, soviele Menschen waren da. Für Viva con agua schwenken wir die Fahne, und das Publikum denkt mit und wirft Becher. Costa schwenkt mit, wir verteilen Drinks. Über 200 Becher in ca. zwei Minuten! Wow!

Und mit diesem Wort endet auch der Bericht: Open Flair, MitarbeiterInnen, Catering, Security (die weltbeste Sec), Publikum, Viva con Agua, Monster, Tiere, Sensationen.. Merci! Wir haben noch eine ganze Weile weitergefeiert, in Freude und Verzückung. Wie wir jetzt selber eigentlich auf der Bühne ganz objektiv betrachtet waren, darüber herrscht nicht mal bei den Monsters Einigkeit. Der eine sagte so, der andere so. Was Euch alle aber betrifft, rufen wir ganz objektiv im Chor: Wow!