Tourtagebuch

Rocco del Schlacko, Püttlingen

08. Aug. 2019

von Totte

Es war ein langer Tag. Soviel schon mal vorweg. Wir sind nachts angereist, Soelve und Ramona haben uns kompetent bequem hierher kutschiert, und wir erwachen alle ziemlich zeitig. Um neun Uhr stehen wir bereits unter den Duschen oder am absolut großartigen Catering, wo keine Wünsche offen bleiben. Der Busparkplatz füllt sich mit Bands, und wir lernen sehr sympathische Teammitglieder von Juju kennen, die den Bus verwechselt haben. Schöne Momente würzen das Leben. Unser Shuttle zum Ponyhof komt pünktlich um 11:30 Uhr, und pünktlich kommt auch die Sonne unter der Wolkendecke hervor. Die Rocco Del Schlackisten sind eine prima Crew, freundlich, schnell, wissend und allzeit bereit, und der Soundcheck wird ein einziges Fest, zumal wir über eine Stunde Zeit haben, weil wir ja das gesamte Festival einläuten. Wir spinnen viel rum und unterhalten uns via Mikro mit den ersten drei ZuschauerInnen, die sich bislang herverirrt haben. Jetzt sollte es aber auch bald losgehen, wir sind heiß. 13:15 Uhr, Showtime, das Festival ist official opened. Hurra!

Der Platz ist schon sehr gut gefüllt und füllt sich immer weiter. Was folgt, ist eine unfassbare Show. Schon bei den ersten Songs werden alle Crowdsurfrekorde gebrochen, die Security hat dermaßüen viel zu tun, dass wir immer wieder um Surfpausen bitten müssen, ein Wahnsinn, das alles. Circle Pits, wohin man sieht, Polonaisen und Pogo, Batman und Torten tanzen zusammen, Menschen bilden dreistöckige Pyramiden, T-Shirthelikopter fliegen, es wird sitzend gerudert und stehend geklatscht. Und wir sind baff. Da ist viel Liebe auf dem Feld, und wir haben natürlich auch richtig Bock. Zwei Stunden Konzert sind für ein Festival eigentlich ganz schön lang, aber heute vergehen sie im Flug, weil ständig tolle Sachen passieren. Wir prosten dem Rocco zu und erfüllen auch spontan Liedwünsche. Nur Fisseln hat leider nicht mehr geklappt, pardon. Saarland asozial-Chöre wechseln mit Monstersgesängen und nach dem Konzert sind wir absolut glücklich. Und auch der Rest vom Tag ist ein Fest. Wir geben ein schönes Interview, verstauen unsere Sachen und genießen dann Sonne und Tag. Flanieren zum Catering, probieren Drinks und hören VSK, die fantastischen Vier und Scooter. Ein interessante Mischung, aber noch spannender ist die Minitischtennisplatte im Backstage, auf der Claudio ein Monster nach dem anderen abzieht. Weiterhin besonders erwähnenswert: Der Brotsalat, der – laut Fred- ein absoluter Gaumengeiler ist. Aber das Buffet ist insgesamt derart gut, dass ich mich zu später Stunde dermaßen überfresse, dass ich kaum noch ausatmen kann. Vom veganen Gyros bis zum Wodkaslushie, von Hp Baxxter bis zu Smudo, von Rocco bis zum Schlacko: Was für ein dufter Tag! Wir danken Euch allen, herzen und kosen Euch und hoffen, dass wir uns bald wiedersehen. Euch noch schöne weitere Festtage! Euer Obelix.