Tourtagebuch

Meiers Music Hall, Braunschweig

20. Feb. 2009

von Totte

Aufgewacht, Labörnski schläft noch. Duschen, schön machen, Frühstück in den Wind schreiben, sind das eine, dann doch zu frühstücken, das andere. Die Fahrt nach Braqunschweig ist super, ich schlafe fast sofort wieder ein und bekomme nichts mit.
In Braunschweig setzen wir zunächst Pensen am HBF (häßlichster Bahnhof der Welt) ab, der dort einen Besprechungstermin mit seiner Band „das Pack“ hat, dann geht’s fix in la Hotel, das gleich gegenüber liegt.
Oha, i got the Einzelzimmer today, im TV läuft King of Queens, das macht Appetit auf Fastfood. Kurzer Abstecher zu Burger King, danach mehr Schlaf.
Ich fühle mich ziemlich grippig und schlaff, leider hilft der heutige Permanentschlaf überhaupt nicht.
16:30 Uhr: Abfahrt zum Club Meiers Music Hall, ein beeindruckend großer Rockdiscoschuppen, hm, wie geht’s jetzt weiter? Ach ja, Soundcheck, Brötchen, Kaffee, die Dreieinigkeit der Praekonzertzeit. El big boss Achim kommt vorbei, auch Flozze vom Pack, Bibi, Adri, Gordon und Andre von Nullbock/Muschikoffer, Sina und Levy von Zoomite, meine Güte, extrem viele Freunde und Bekannte, sowieso ganz schön viele Menschen – da rutscht einem immer wieder das Herz in die Hose!
Es gibt famoses Essen, indes ich bin zu unsicher, wo jetzt kein Fleisch drin ist (im Nachhinein erfahre ich dann, daß fast nirgends Fleisch drin war. Ich Idiot!), drum verschiebe ich das Essen auf später, wohl wissend, daß ich das eh wieder vergessen werde.
20:15 Uhr Monsterszeit – Hammer!
Braunschweig rockt tierisch, 400 Leute sind in absoluter Feierlaune, das tut natürlich sehr gut und steigert unsere Spiellaune!
Ich kann jetzt auch gar nicht einzelne Momente rauskristallisieren, ziemlich berauscht sitze ich auf der Bühne und schau dem Treiben wie von außen zu.
Es ist immer wieder unfaßbar, wie unsere Combo aufgenommen wird. Wir registrieren bangende Metaller, tanzende Punks, alles ein buntes Kollektiv, das gemeinsam eine gute Zeit verbringen will. Und so soll es auch bitte sein.
Wir sind auch schon wieder ziemlich eingegroovt. Der Mitmachpegel ist heftig und treibt uns den Schweiß auf die Stirne. Fazit: Ein Saitenriß und viele glänzende Momente.
Den Zugabenteil erweitern wir heute kurzerhand, laufen damitz auch Gefahr, die Leute müde zu spielen, aber nichts da: Standing Ovations und eine hohe Mitmachfrequenz wechseln sich mit großer Konzentration ab, sogar hier klappt Algerien unplugged!
Vielen Dank, Braunschweig!
Nach dem Konzert geht es noch eine ganze Weile weiter, die einen tanzen euphorisch, die anderen ordern Tequila und Wodka und es geht sehr hoch her!
Irgendwann ist aber auch Schluß, Müdigkeit und Trunkenheit geben ein eindeutigfes Signal zum Aufbruch, nichtsdestotrotz endet der Abend in meinem Zimmer mit Urs und Rüdi bei Jägermeister und Bier.
Es ist 3:10 Uhr, als wir uns voneinander verabschieden, weil jeder für sich noch das Remake des Films „Kleine Morde unter Freunden“ ansehen wollen.
Ich bekomme exakt den Vorspann mit, dann gehen die Lichter aus.
Braunschweig: A hell of town! Sehr gerne wieder!

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