Tourtagebuch

Live Club Barmen **AUSVERKAUFT**, Wuppertal

25. Apr. 2009

von Totte

Emden am Morgen: Um 9:25 Uhr dringt ein fieses Klingeln durch mein Ohr in schönste Träume und pustet sie binnen Sekunden aus dem Hirn: „...Ja? (ächtz) wasnlos...“
Eine preußisch korrekt tönende Stimme marschiert drauf los: „Um 10 Uhr wird das Frühstück abgedeckt!“
Bin ich jetzt doch beim Bund gelandet? Mitnichten, es ist die Rezeptionsdame. So geht das hier also.
Ich ergebe mich kraftlos, gehe duschen und frühstücken, wo ich Börnski wohlgelaunt antreffe.
Zum Kaffee gibt’s Gespräche und gleich drauf die nächste Hotelfeldweberin, die uns ernst schauend darüber unterrichtet, daß unsere Zimmer um 10:30 Uhr geräumt sein müssten. Es ist gerade 11 Uhr. Hektische Weckaktionen führen zu einer verfrühten Abfahrt,
Die Fahrt? Interessant. Auf der Suche nach einer Tankstelle stellen wir fest: In Ostfriesland gibt es keine solchen! Nur Straßen, die Schlaglochbedingte Motorcrossrennstrecken sind, Bahnstrecken ohne Wiederkehr und verwaiste Kirchen. 130 Kilometer keine Tanke? Exakt!
Dann aber doch: Rettung!
Also zurück auf die Autobahn, wo uns ghleich eine Tanke entgegenlacht. Na gut, die nehmen wir jetzt trotzig auch noch mit, zumindest um unser Lebensmitteldefizit aufzufüllen.
Der Countryburger ist eklig und Burger und ich teilen ieinen über die Jahre angewachsenen Haß auf Rasttoiletten. Immer muß der Mensch warten, Bukowski hat das als seine persönliche Hölle definiert!
Wuppertal: Ahoi Schwebebahn!
Der Live Club Barmen ist uns noch bestens bekannt, hier wird man nett empfangen, hervorragend bekocht und der Backstageraum ist liebevollst bestückt.
Luxusleben Monstertour! Aufbau, Soundcheck und Begrüßung der D-Zentral-Posse, die uns inzwischen sehr ans Herz gewachsen sind. Anbei: Meine Erfahrungen (genau eine vor vielen Jahren) mit Filmmenschen waren dereinst derart grausam, daß ich mit dieser Kunstform nie wieder in Berührung kommen wollte, doch diese Damen und Herren hier versöhnen durch ihre sympathische Art total – Gratias!
Pensen und ich kauen Ingwer für die Stimme, andere öffnen Biere und schon ists Einlaß: Oho!
Übrigens – unser Konzert ist mit etwa 250 Menschen ausverkauft! Cool!
Im Vorfeld haben wir noch das Vergnügen, mit Simon und Andreas vom Internetradio: dth-radio.de ein sehr nettes Interview zu führen, das macht Spaß, denn da geht’s – naturgegeben (man beachte den Namen) – auch viel um Punk und die Toten Hosen.
20:15 Uhr Showtime!
Liebes Wuppertal: Dieses Konzert wird für uns eines der schönsten Abende, die wir überhaupt hatten! Es ist heiß, es rockt, Schweiß perlt von der Decke und es war für Euch sicher nicht immer leicht, die Energie zu halten, aber Ihr habt derartig gut und konzentriert mitgerockt, daß uns die Luft wegblieb. Absolute Begeisterung! Da glänzen unsere Augen vor Freude, bei der Breitseite Sympathie, die uns hier entgegengebracht wird!
Ein bekjannter Autor schrieb einst: Wo Worte fehlen, müssen Zeichen gesetzt werden. Tun wir das doch einfach mal:


!!!

Auch der ruhige Teil wird derart aufgeweckt mitzelebriert, Perfektion in Wuppertal!
Weniger perfekt mein schiefes Gekrächtze bei Vier Meter, doch – wie Pensen im Anschluß sagte: das Publikum hilft derbe mit unds führt mich wie eine Wand mitsingend zurück auf den Pfad der richtigen Tonlagen!

Kurz: Es ist berauschend! Drum noch einmal:

!!!

Danke, Ihr Guten!

Nach dem Konzert sind wir einfach geflasht. Absolutes Sahnehäubchen sind da noch Laura und ihre Schwester, die uns eine enorm tolle Monsters-Collage präsentieren, die sie eigens für Projekttage an ihrer Schule hergestellt haben: Unsere Herzen hüpfen, wir wollen bitte von Euch informiert werden, wie es gelaufen ist, okay?

Es wird noch eine ganze Weile weiter gefeiert, Burger spielt unplugged einfach weiter, ich grüße an dieser Stelle die Band „Wild at heart“, wir quatschen noch gutgelaunt mit Freunden und Bekannten – es ist einfach alles leuchtend heute! Schade, daß wir uns bis Lübeck von der D- Zentral- Crew verabschieden müssen, das ist schon ein Wehrmutstropfen im Cocktail dieses Superabends. See ya, wir werden Euch die nächsten Tage vermissen!

Wuppertal – ich weiß, ich weiß, der Bericht ist so kurz wie schwammig, aber – seid Euch sicher – getrieben von einer Euphorie, von der ich befürchte, sie könnte nach patethischer Schleimerei klingen. Drum nun Schluß damit für heute, aber eines ist klar: Es wächst jetzt bereits die Vorfreude aufs nächste Mal mit Euch! Arigato!

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