Tourtagebuch

KFZ *Ausverkauft*, Marburg

23. Feb. 2010

von Fred

Guten Morgen, Paderborn!
Das war jetzt meine vierte Tour-Nacht. Die bislang kürzeste. Zur Zeit teile ich mir mit Rüdi ein Doppelzimmer, weil wir beide begeisterte Olympia-Nacht-Gucker sind: Ski Alpin, Biathlon, Bobfahren gucken, wenn man nach dem Konzert ins Hotel kommt und dann dabei sanft einschlafen – super!
Dieses Mal gab es leider nur total ödes Curling, unterbrochen von Eistanz (uff), trotzdem blieben wir noch recht lange wach, weil Urs und Pensen noch auf ein kleines Nachttrünkchen vorbeigeschneit sind, nun ja...
Seit 10 Uhr morgens nun terrorisiert uns die Hotel-Reinigungsfachkraft mit unnachgiebigem gegen die Tür pochen, schließlich kapitulieren wir, hastig in die Kleider geworfen, Dusche fällt aus, und meine geliebte Morgenzigarette rauche ich draußen im Nieselregen und werde dabei noch von zwei zwar lieben, aber sehr nassen Hunden belästigt.
Das führt bei mir zu einem kurzzeitigen Tourkoller, der aber gottseidank von meinen Reisemitstreitern mit bemerkenswerter Gelassenheit hingenommen wird. Dafür nochmal danke an dieser Stelle, Jungs.
Ab on the road. Es hat alles ein Gutes, denn weil wir dieses „Wir hassen alle unsere Gäste“-Hotel so überstürzt verlassen mußten, haben wir auf der anderen Seite wieder mehr Zeit für Marburg.
Hach, Marburg.
Auf der Fahrt durch das verregnete Hessen schwelgen wir in seligen Erinnerungen, denn nun schon das fünfte Mal kommen wir hierher, unsere Auftritts-Historie verzeichnet zwei Konzerte auf dem Uni-Sommerfest (eines davon ultra-schlecht, das zweite ziemlich gut) und zwei sehr schöne Clubkonzerte im KFZ, und nun sind wir wieder da. Herrlich – Vorfreude!
Zwei Stunden im Hotel gechillt, geduscht, und dann Treffen im Foyer zur Abfahrt in den Club, da macht die Kunde die Runde, das Konzert sei heute abend ausverkauft. Oh mein Gott, ist das so? Trotz Semesterferien? Unglaublich....
Wir erreichen das KFZ und werden gewohnt warmherzig empfangen, tolles Catering, sympathische Crew, heißer Kaffee, lecker Süßkram, und zack, zack, aufgebaut, Soundcheck, alles wie immer, naja, fast, denn heute hat Burger zusammen mit der Hauscrew einen Bühnen-Killer-Kühlschrank mit grünem Neonlicht und Nebelmaschine gebastelt. Jeder, der während der Show was aus dem Ding holt, wird grün angestrahlt und mit Rauchschwaden eingehüllt. Krass.
Konzert. Yeah! Marburg ist ein Quell sympathischer Menschen, schön und laut, knallvolle Hütte, auch die Monsters glühen voller Spielfreude, es gibt viele schöne Momente, geselliges Singen und allerhand spontane Ansagen. Besonders heute aber ist zu erwähnen, dass erstens Pensen heute erstmals seinen Song „Woman Man“ im Monsters-Kontext vorträgt, sehr schön und überraschend, und das wir zweitens den bislang schönsten Balladenteil dieser Februartour erleben dürfen. Es ist beim ruhigen Teil so dermaßen leise im Auditorium, man hätte die berüchtigte Stecknadel fallen hören können, absolut gigantisch und gänsehauterzeugend. Brrrrrr! Marburg, what a crowd, danke!
Der Tag begann ganz furchtbar (Hotel), und nun sitzen wir selig nach dem Konzert noch bei Bier und Zigarette zusammen. Es ist alles schön und perfekt. Leider fällt mir die Glut der Zigarette in meinen Kragen rein. Das brennt ganz furchtbar auf der Haut, meine Verrenkungen müssen sehr komisch ausgesehen haben. Egal.
Es ist spät geworden, Teile der Band verabschieden sich noch mit ein paar Monsters-Hörern ins Marburger Nachtleben, ich bin mit Rüdi auf unserem Olympia-Doppel-Zimmer angekommen und gleich wird Eishockey angepfiffen. Das erste Bully kriegen wir noch mit, dann fallen sofort die Augen zu.

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