Tourtagebuch

Pavillon *ausverkauft*, Hannover

23. Nov. 2012

von Rüdi

Heute ist ein Freudentag. Die Monsters haben ihren 9ten Geburtstag und wir dürfen dieses Jubiläum in Hannover im ausverkauften „Pavillon“ abfeiern. Ich erreiche die Party gegen 18 Uhr, an der Tür zum Backstage ist ein Gruß von unserer „K.O.K.S.“ – Agentur angebracht und drinnen sitzen die Kollegen um eine Monsterstorte herum versammelt, die von einem Zuckerkunstgießer in stundenlanger Kleinarbeit feingebacken wurde. Ihr müsst euch das Teil unbedingt auf unseren Fotos ansehen. Da steht zwar eine „18“ drauf, aber das ist kein Fehler, sondern wegen was anderem. Ich lerne unseren Wunschfahrer Soelve kennen, Sterni und eine Freundin kommen vorbei und auch unser alter Bekannter Hoppi ist da, um uns in technischen Angelegenheiten zu unterstützen. Dirk und Olaf von „Living Concerts“ helfen uns in allen anderen Angelegenheiten, aber weil wir heute bestimmt alle ausschweifend feiern wollen, gehe ich sicherheitshalber noch mal los und kaufe Sprit für die Nachfeier.
Auf dem Weg komme ich an einer paarhundert Meter langen Schlange vorbei und versuche, zu verdrängen, dass die Leute alle unseretwegen da stehen, damit ich mich auch ganz bestimmt wieder zurück traue. Leider müssen die Armen noch eine Weile vor der Tür in der Kälte und Nässe verharren, weil wegen eines Theaterstücks erst um 20.30 Uhr geöffnet wird. Das ist ungünstig und tut uns leid, aber wir verlegen den Start so weit nach hinten, dass niemand etwas verpasst. Timmey organisiert das.
Derweil machen wir uns in der Raucherhalle nervös, Achim und Tanja sind da und helfen mit und dann werden wir mit lautem „Hallo!!“ empfangen und niemand ist mehr böse wegen der langen, nassen Wartezeit.
Wir wissen nicht genau, ob das jetzt unser größtes Konzert wird oder ob vielleicht damals in Karlsruhe mehr da waren, auf jeden Fall wird es sehr, sehr groß und da ist immer eine gewisse Grundangst da, weil es einfach viel schwieriger ist bei so vielen Leuten einen Abend mit Magie hinzukriegen. Man kann überdrehen oder nicht richtig reinkommen, weil man die Leute nicht hört oder weil viele nichts sehen können, wird’s laut. So Sachen halt.
So Sachen halt, über die man sich in Hannover offenbar überhaupt keine Gedanken machen muss, denn das Konzert wird entzückend! Ein Abend vollen Spontaneitäten und Neuheiten, witzig, ausgelassen, groß und intim. Ein toller Geburtstag! Burger gibt endlich mal wieder den „armen Willi“, die selbstgebastelten Monsters-Gitarren-Lampions ernten zu Recht einen unfassbaren Applaus, „Happy birthday“ wird gesungen. Totte und Börnski liefern sich einen Geschwindigkeits-Battle, Fred stimmt irgendwelche „Hannover“-Schlager an, wir werden alle Wale und weil wir alle sitzpogen wollen, setzen wir uns auch alle hin und zwar ohne, dass wir auf der Bühne darauf gekommen wären. Ein sensationeller „Ruderer“-Chor und mein erster Freestyle, viel Schnaps auf der Bühne und allerseits Freude am Tun. Das ist groß im Schönen! Wir sind stolz, vor so vielen Menschen unseren Geburtstag feiern zu können. Und alle sind lieb und gut gelaunt und der einzige Störer in der spät gewordenen Nacht ist ein herrlich pubertärer Rülpser bei „Eschnapur“, den wir als doch ziemlich witzig sogar durchgehen lassen.
Danke an Euch alle, wir werden alle immer Eure Monsters bleiben!

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