Tourtagebuch

Kantine, Köln

25. Nov. 2012

von Rüdi

Endstation Köln.
Wir nehmen Abschied von einem sehr aufregenden und auch sehr aufreibenden Jahr.
Aber es war sensationell und wir durften Dinge erleben, auf die man manchmal im Traum nicht käme. Wir verdanken viel davon unserer phantastischen Crew, Timmey, Urs und Claudio, die wir gar nicht genug loben und mögen können und Achim und seiner Mannschaft von „K.O.K.S“, Lizzy, Tanja...und Leuten wir Soelve zum Beispiel, die wir in diesem Jahr kennenlernen durften, weil wir jetzt große Busse fahren. Das 57te Konzert soll das letzte des Jahres sein und da macht man es sich doch gerne schön und gönnt sich was. Also haben wir Vicki Vomit eingeladen, einen uralten Freund seit den ersten Wehen unserer Band, ein Unterstützer, Künstler und Haudegen der Szene und ein liebenswerter Besuch, der unseren Puls tatsächlich ein wenig höher schlagen lässt, auch wenn er das nicht glaubt.
So geht es schon mal los heute Abend! Vocki Vomit! Er beamt uns in unsere Gründungstage und das ist ziemlich genau 9 Jahre her und teilweise darüber hinaus. Wir schwelgen in „Weißt du noch?“ Vicki damals im „Ufer“ im Aventinusrausch. Wie er da „Mutter Theresa“......das muss er spielen und zwar am besten mit uns.
Wir verabreden uns für später und als wir zum letzten Mal des Jahres die Bühne betreten und all das Empfange und den Vorapplaus genießen und Platz nehmen und mal durchpusten und „Jetzt kanns losgehen“ denken, merken wir schon, dass dieses vielleicht eines unserer schönsten Abschlusskonzerte wird, weil wir wirklich feiern. Wir feiern tatsächlich uns selbst. Kein Wunder vielleicht, bei dieser Kulisse, die alles tut, damit wir uns wohl fühlen. Aber ich hab uns auch schon müder rumhängen sehen auf der Bühne nach solchen unglaublichen Tagen wie den letzten. Nein, wir gefallen uns. Es ist toll! Das Programm ist toll beziehungsweise war toll, wir spielen es toll, die Lieder sind toll, die alten Lieder sogar supertoll, wir kramen ein bisschen Zeugs aus der Vergangenheit hervor und genießen jeden einzelnen Song, als dürften wir ihn in Zukunft niemals mehr spielen. Von den lieb gewonnen Glöckchen nehmen wir allerdings tatsächlich für eine Weile Abschied und von dem ein oder anderen Song sicher auch.
Aber auch die waren toll!
Bitte nicht übel nehmen, aber eine Band, die sich nach so einer langen Zeit und mit so verschiedenen Charakteren bestückt und sowieso alles nicht so leicht...wenn so eine Band sich zum Schluss der Saison noch toll findet, dann darf man das sicher auch feiern.
Dass wir den eigentlich Star, den, um den es sich bei uns eigentlich ständig dreht, den, der so tut, als wären wir es, den, den wir in diesen Erinnerungsprotokollen immer versuchen angemessen zu feiern. Dass wir also euch, liebe Konzertbesucher, für all unsere Glücksgefühle verantwortlich machen, das wisst Ihr ja hoffentlich selber.

Wir verneigen uns in Demut vor diesem Jahr und wir tun das vor euch!

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