Tourtagebuch

Riders Cafe, Lübeck

11. Nov. 2006

von Totte

TOURABSCHLUSS!
Mann, waren wir geschickt, diesmal den Ridersauftritt ans Ende der Tour zu legen! Zweimal haben wir es andersrum gehalten, das Ergebnis waren völlig versrahlte Katertouren im Anschluß.
Wir wachen auf in Hamburg City, etwas träge aber gutgelaunt. Burger ist bereits in town zwecks Emilyeinkäufe, der Rest vertreibt sich die Zeit bis zur Abfahrt mit dem hervorragenden „Bringing out the Dead“ und Pizza.
Meine Stimme ist fast ganz weg, ich schütte mich mit Tee so voll, daß ich später andauernd auf die Toilette rennen muß und inhaliere quasi Salbeibonbons, was zwar hals- nicht aber magenfreundlich ist.
Der Film ist um, die Fahrt geht los:
Pensen einsacken, TempEAU auflegen und ab dafür.
Die Laune ist super, heute wird’s alkoholisch und jeder weiß das und das ist gut so. Wir halten zigarettenhalber noch kurz an einer Tanke, Börnski schenkt mir Salbeibonbons, ich kaufe noch Eukalyptuskram dazu und mit TempEAU geht’s gut weiter. Eine unglaubliche CD haben die Herren (tempeau.de) gemacht, unser absoluter Toursoundtrack, dafür kann man nicht genug danken!
Das Riders: „Tonight: MONSTERS OF LIED“ steht in großen Lettern da, wundervoll.
Spontaner Entschluß: Im Bus die CD noch zuende zu hören während alle rauchen MÜSSEN! Funktioniert!
Chef Kai-Uwe ist samt Tonchief natürlich voll am Start, und wir können in prima Atmosphäre guten Kaffee genießen, ein paar Runden zu kickern und zu entspannen.
Der Soundcheck, er kommt und geht und alles ist gut.
Dann stehen bereits die ersten Whiskey-Cola auf dem Tisch und wir stoßen auf das wirklich unglaubliche Jahr 2006 an! Prost.
Selbstverständlich gibt es auch diesmal wieder beste Hausmannskost vom Chef persönlich, äußerst leckere Grundlage für länge Nächte.
20 Uhr Einlaß, TempEAU natürlich Einlaßmusik.

Es kommen vor allem viele Freunde und bekannte Gesichter, es wird eine schöne, lockere Kulisse, gut 100 Leute finden nach unserem Hamburg Overkill 06 tatsächlich den Weg in das Riders, was zwar nicht Besucherekord ist, aber im Grunde genau richtig für heute.
21:30 Beginn.

Jetzt müsste eigentlich ein ungefährer Asblauf des Abends beschrieben werden, aber weder will noch kann ich das, darum wird dieser Bericht so kurz wie abgehackt, wie ungeordnet.
- Eine Flasche Saurer und sechs Whiskey-Cola im ersten Set
- Keine Ahnung, wieviel im zweiten Set

- Pensen singt die meisten meiner Lieder, weil meine Stimme immer mehr schwindet.
- Rüdi singt dafür Freds Herzblatthubschrauber
- Fred singt dafür Rüdis KaDeWe
- Irgendwie singt jeder heute irgendwas
- Wir spielen nach dem Zugabenteil einfach weiter
- Ich kann Burger irgendwann nur damit auf die Bühne locken, daß ich mein uraltes, halb vergessenes Lied „Hund in Not“ spiele
- Wunderkerzen leuchten
- Alle singen, springen, feiern
- TILT!

Ich weiß, Lübeckkonzerte sind immer was ganz besonderes, Chaos galore und mehr Schlingensief als Liedermaching. Einfach Feste! Richtig gut für uns! Und alle machen mit und nehmen uns nichts übel. Totale Amnestie für alle Seiten. Unbeschreibbar unbeschreiblich eben!
Worte funktionieren hier nicht, da muß man einfach selbst dabei sein.
Nach dem Konzert liegen wir uns alle kreuz und quer, drunken but happy, in den Armen und das Feiern geht einfach weiter, denn wir sind im Riders verdammtnocheins!
Das war die Tour, das war 2006 mit den Monsters! Schluß ist noch lange nicht! Wegen weil’s besser ist. 2007, wir können’s kaum erwarten!
Vielen Dank an alle, die uns so unterstützt haben, ohne Aufzählung, Namen, Funktionen, es sind einfach so viele. Und genau das macht uns stolz und glücklich. Wir sehen uns bestimmt bald wieder! Vorhang!