Tourtagebuch

Computers & Gruß!, Daheim

12. Apr. 2013

von the dirty MoL Man

Tja, und hiermit endet das Tagebuch der Tourpause im März und April 2013.

Wenig überraschend die Ausgangssituation: Ich sitze ein weiteres Mal vor meinem Rechner, der altersschwach und müde vor sich hinbrummt und sich auf seine Ruhepause freut, während es bei uns ab morgen erst so richtig losgeht.

Draußen verdecken gerade dicke, graue Wolken den Blick zur Sonne und in diesem Sinne habe ich den Song „Graue Wolken“ von Blumfeld aufgelegt. Allein dafür würden mir diverse Kollegen gepflegt in den Hintern treten, doch das ist und bleibt ein prima Song. Und das ist auch das Schöne an den Monsters: Jeder total anders drauf, dennoch eine Einheit von gußeisernem Bestand.

Auf unseren Familienfahrten – im Rockbusiness „Touren“ genannt - schmeißen wir uns seit jeher als Haufen Individualisten ins gleiche Boot, welches aber dank absolut kompetenten Wahnsinns eines jeden einzelnen sicher die Meere der Melodien durchkreuzt. Womöglich ohne Ziel, aber Ziele wurden ja schon immer überschätzt. Sinn und Zweck der Konzertreisen sind die Konzertreisen. Auch Euern Hafen steuern wir irgendwann an und hoffen, beim Ankern auf Euch alle zu treffen und Eure Abende mit unserem Seemannsgarn in musikalischer Form unterhaltsam verkürzen zu dürfen.

Ein Bild für Jack London-Fans, nur wie komm' ich da wieder raus?

Vielleicht mit einem anderen Bild:

Die Geschichten, die Ihr in den letzten Wochen in unserem Tagebuch lesen konntet, ähneln einem Tetrisspiel:
Manchmal passten alle Quader und Balken hervorragend zusammen, dann strahlten die Berichte lückenlos, bevor sie in den Orkus entploppten. Manchmal kamen aber auch immer die falschen Puzzlestücke vom Himmel gefallen und türmten sich chaotisch, bis der ganze Bau zusammenkrachte.
Ist halt nicht zu ändern. Ein Dutzend Storys in vier Wochen, da zieht die Zeit rasant das Tempo an! Die einen sagen jetzt: „Es reicht!“, andere: „Ach, schade drum!“ Wieder andere fragen nur: „Wie, was für Geschichten?“ Uns ist letztlich einerlei, wer da was sagt, freuen tun wir uns auf Euch alle.

Der Dirty MoL Man macht erstmal Pause und reicht die Tastatur an die Monsters weiter, aber – und das ist ziemlich sicher – auch in Zukunft wird er aktiv bleiben. Denn das ganze Unterfangen war ein höllischer Spaß. Darf man „höllisch“ sagen? Klar, man darf alles. Ich forme Hörner mit den Fingern und strecke sie moshend zum schönen Lied vom Alphabet empor.
Bizarre Begebenheiten reichten hier gewöhnlichen Alltags-Routinen die Hand, mal kochte sich das Hirn selbst zu Brei, mal dämmerte es selig träge vor sich hin. Die Realität hat dabei aber nur selten genervt. Gut ist das, denn die Realität überlassen wir lieber mal anderen Leuten.

Der Kosmos der Monsters gehorcht eigenen Gesetzen und selbst denen nur manchmal. Eine Spielwiese mit äußerst nachgiebigem Regelwerk: Da dienen Auflaufformen als Rachesymbole, da lehrt Spiderman Mathematik, da kämpfen Kothaufen für die Unterdrückten, und so weiter und so fort. Und Teddypard bekommt die herzlichsten Ovationen! Was das alles heißen soll? Na, die einen wissens längst, die anderen sollen das auch bald kennen lernen! Denn binnen 24 Stunden verwandelt sich die Zielgerade dieses Pausenbuchs in die Startrampe für unsere Tourberichterstattung:

Ab morgen lest Ihr an dieser Stelle wieder die Erlebnisse, die Ihr durch Anwesenheit auf unseren Ballnächten selbst mitgestalten könnt. Wir werden unsere Busreisen-Eindrücke und monströsen Konzertmomente in schmucke Worte fassen und bieten diese Anekdoten hier an. Wir sind total in Geberlaune!

Also, hochverehrtes Publikum: Checkt unsere Daten und kommt uns besuchen! Der Bus startet pünktlich, er wird just betankt. Oder anders gesagt („Hätte er auch gleich so sagen können!“, höre ich diverse Kehlen vorwufsvoll meckern. „Schnauze, Kehlen! Ich darf hier alles“, sag' ich da nur.):

Die Monsters touren los! Schnaps & Kekse für alle! Hurra!

P. S. So, Rechner: Genug gegrummelt. Hast jetzt Urlaub.

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