Monsters of Liedermaching

Presse

Bonjour, verehrter Medienmensch,

wir fühlen uns ob Deines Interesses jetzt schon gebauchpinselt. Monsters und Medien: Eine teuflisch gute Mixtur!

Weil wir aber um Deinen permanenten Stress wissen, stets den Puls der Zeit zu fühlen und neue Trends für die People von morgen zu finden, um in der Hysterie der allgegenwärtigen medialen Übersättigung neue Reize auszusenden, haben wir es Dir an dieser Stelle möglichst einfach gemacht:

Du findest hier zwei aktuelle Texte über unsere aktuellen Pläne, zusätzlich eine kleine Biographie über uns.

Weil Du uns eventuell aber auch für völlig bescheuert hältst und Dir die Aufgabe, über uns zu
berichten, hinterhältig aufgedrückt wurde, liefern wir für Eure Besprechungen hier zusätzlich einen knackigen Verriss über uns. Er ist blumig und kompetent, schließlich wissen wir am besten, was bei uns Sache ist.
Keine Sorge, jedes Klischee, mit dem wir bislang diskreditiert wurden, ist drin. Uns ein leichtes.
Tja, lieber Kritiker, Du magst ein scharfer Richter sein, aber kreativ warst Du noch nie.
Du kannst Dir im Falle Deiner eventuellen Monstersablehnung einfach jenen Verriss runterziehen und hast somit mehr Freizeit für Googlerecherche und X-geschimpfe – oder womit Monsterhater sonst so ihre Zeit verbringen. Warte einfach unseren Verriss ab. Und vielleicht bringt uns ja zumindest das ein wenig näher.

Allen geholfen? Dufte!

Es grüßen untertänigst: Les Monsters

Pressefotos

Pressetext

Monsters of Liedermaching – neues Album „Sutsche“ und neue Tour

Die Monsters of Liedermaching, Deutschlands erste Liedermacherband, sind wieder unterwegs, um ausgewählte Moshpits in Sitzpogokessel voller Liebe und Poesie zu verwandeln.

Im Gepäck haben sie zudem ihr neuestes Werk, das Livealbum „Sutsche“. Zeitlose Perlen und humorvolle Hymnen wechseln mit sanften Balladen und hintergründigen Gesellschaftsbeobachtungen. Allen eigen die kauzige Cleverness der Monsters, mit der sie punktgenau die Pointen finden, die stets den hoffnungsvollsten Ausweg aus jeder Ohnmacht bieten.
Ob Schokobusse oder vergessene Feierlichkeiten, alte Freunde oder kraftgebende Pommbären, der Wunsch zur Wahrheit trifft die Erkenntnis des Schicksals und der Mond strahlt dazu gütig.

Die Welt der Monsters ist bunt und voller Melodie, und wer auch immer ihnen eine Chance gibt, wird schnell bemerken, wie der monströse Zauber auch den eigenen Alltag alsbald mit Farbe und Freude füllt. Der Weg ist schließlich das Ziel, und dieser hat den besten Soundtrack.

Kurzbiographie

Geneigte Leserin, geschätzter Leser:
Was folgt, ist die Story der Monsters of Liedermaching. Das sechsköpfige Liedermacherungeheuer, bestehend aus den Herren Burger, Pensen, Totte, Labörnski, Rüdiger Bierhorst und Fred Timm, möchte sich an dieser Stelle höflich, aber nachdrücklich, vorstellen.
Nicht zu früh, befindet sich die kauzige Combo doch just im 15ten Jahr ihres Bestehens.
„Wow!“, sagen Monsterconnaisseure. „Wer?“ fragen Neulinge.
Normalerweise müsste an dieser Stelle jetzt ein Zitat der Band selbst kommen, irgendwas Bescheidenes, aber dennoch strotzend vor euphorischer Superlative. Aber bei einer Gruppe, die derart anders funktioniert, als der Rest der Musikszene, einer Band, die auf Bühnen im Halbkreis sitzt, und allein zur Gitarrenbegleitung mit Liedern über „Herzblatthubschrauber“, „Türen“, „weinende Frösche“, „Weltklassemelodien“ und „Blasenschwäche“ Clubs und Festivals zum Beben
bringt, den Sitzpogo als Tanzart erfunden hat und mit Balladen zum Dahinschmelzen gekonnt vermischt, wollen wir auch diesbezüglich anders vorgehen.
Die Fakten: Die Monsters of Liedermaching setzten sich 2003, eigentlich als Solisten gebucht, aufgrund einer spontanen Schnapsidee auf dem Hamburger Rockspektakel kurzerhand zusammen auf die Bühne, fanden die Potenzierung ihrer Energien wundervoll, und spielten bereits im Jahr darauf ihre erste komplette Tour, in deren Verlauf sie ausgewählte Songs mitschnitten und als Debüt-Live-Album „6 Richtige“ veröffentlichten.
„Es war der Wahnsinn!“ sagt Monster Fred Timm dazu, „unser Publikum liebte unsere Power, die Kritik blieb unbehelligt.“, und Bandkollege Totte ergänzt mit leuchtenden Augen: „Beinah wären wir aus dem Stand enorm erfolgreich geworden, hätte uns die Realität kein Schnippchen geschlagen!“
Die anderen Monster nicken bekräftigend, und Pensen fährt fort: „Die ganze Monsters-Sache ist halt eine sehr gute. Immerhin sind wir einerseits sechs autarke
Songwriter, aber andererseits auch komplett unterschiedliche Charaktere, womit ganz organisch eine Themenvielfalt entsteht, nach der sich andere Bands die Finger lecken.“ Totte sagt: „ Wir könnten das jetzt auch genauer ausführen.“
Fred zählt auf: „ Börnski kommt vom theatralischen Schauspiel, Rüdi ist Balladenkönig, ich hab früher bei „Norbert und die Feiglinge“ accapella gesungen, Pensen ist Gitarrengott und sonst hartmusisch mit „Das Pack“ unterwegs…“
„Burger ist Sänger der Punkrocker „Die Schröders“ und Photo-Star, Totte schreibt Bücher und macht psychodelischen Poesiekrach mit „Die Intelligenzia“. So Leute müssen sich erstmal zusammenfinden.“ ergänzt Pensen.
„Wir sind Fans voneinander und immer wieder überrascht.“ resümiert Burger.
Rüdiger Bierhorst fügt an: „Gleichzeitig sind wir sechs Frontleute, die ohne Hierarchie auf der Bühne sitzen und gemeinsam ihre Songs singen. Das erzeugt eine direkte Nähe zum Publikum, das kriegst du mit keiner Lightshow oder Tanzchoreographie der Welt hin.“
„Jawohl!“ stimmt Labörnski zu, um just nicht ganz wortlos zu bleiben.
Doch zurück zu den Fakten: Durch ihr Debütalbum und begeisterte Mundpropaganda kamen noch im gleichen Jahr die ersten Auftritte auf größeren Sommerfestivals, wobei ihr furios gefeiertes Konzert auf dem „Open Flair
Festival“ quasi als Startschuß für ihren Einstieg ins seriöse Rockbusiness gilt.
Von da an ging’s immer weiter: Von Jahr zu Jahr stieg die Zahl ihrer Konzerte, die Clubs wurden größer, die Medien begannen ebenfalls, erstes Interesse zu entwickeln. Der Stil der Monsters blieb davon unberührt. Sie veröffentlichten einfach regelmäßig Live-Alben mit wunderschönen Liedern, um auch auf Tonträger ihrer einzigartigen Konzertatmosphäre gerecht zu werden.
„Vergiß den Kram von Hype und Trend! Es geht darum, authentisch zu bleiben.“ meint Labörnski dazu. „Zeitlos ist eben nur, wer auf Zeitgeist pfeift.“ sagt Burger.

„Ja“, pflichten die anderen Monsters bei, um auch was zu sagen.
Nach den Alben „Männer wie uns“, „Sitzpogo“ und „Haie im Flipperpelz“, sowie der Tour-DVD „Das Auge hört mit“, wurde es 2012 dennoch Zeit für einen weiteren, bizarren Selbstversuch im Monsters-Kosmos.
„Wir dachten uns: Hey, alle reden immer von den Charts, aber es sind unsere Konzerte, die voll sind. Warum machen wir nicht einfach mal beim Chartzirkus mit?“ beginnt Totte zu erzählen.
„Genau. Aber ohne teure Videos, Mainstreamlieder oder überteuerte Boxen“ ergänzt Pensen. „Im Monster-Style: Mit einem guten Livealbum voll tollen Songs für einen fairen Preis.“ schließt Fred.
Der Plan ging auf: Ohne Label, Sponsoring oder kompromittierende Kompromisse erreichte das fünfte Monsters-Livealbum „Schnaps und Kekse“ Platz 18 in den deutschen Albumcharts.
„Jetzt wäre es langsam an der Zeit für ein paar heftige Stories mit Drogen oder so, wegen unseres großen Ruhms.“ überlegt Burger jetzt laut.
„Gab’s aber nicht.“ meint Rüdi.
„Außerdem ist die Biographie schon fast anderthalb Seiten lang. Wird Zeit für einen bündigen Schluß.“ befindet Labörnski.
Die Kollegen nicken stumm.
Also kurz: Nach „Schnaps und Kekse“ feierten die Monsters ihr zehnjähriges Bestehen, gingen anschließend für anderthalb Jahre in eine Pause, fanden sich aber energiegeladen 2015 wieder zusammen, hatten derart viele Songs geschrieben, dass bereits 2016 das gefeierte Livealbum „Wiedersehen macht Freude“ erschien, testeten neue Wege 2017 mit ihrem ersten, nicht einhellig
gelobten, Studioalbum „Für alle“ und segelten in den Folgejahren durch die Wirren und Wogen der entfugten Welt, veröffentlichten 2022 ihr Livealbum “Glück zählt auch“, von dem die Flüsterpost behauptet, es handele sich um “den heißen Scheiß”. Ist alles beim alten geblieben? Neu geworden?
„Mhm!“ antwortet die Band entschlossen unisono.
Fakt ist, sie kehrten mit jenem, neunten Album zurück in die Wildheit ihrer Livealbentradition. Ob dem so bleiben wird, ist aber völlig nebensächlich, denn die Zeit ist eine Buttercremetorte: 2023 feierten die Monsters ihr 20 jähriges Bühnenjubiläum, aber ohne großes Postpartykaterpause
gings gleich weiter mit neuen Liedern. Die alten Herren kitzelten gleich ein weiteres Album aus ihren Kreativzellen, das again live mitgeschnitten wurde, smart veredelt und freudigst feierlich präsentiert werden konnte. Es heißt “Setzen, Sekt!”, erschien 2025, und kletterte ohne Anstrengung oder Marketingstrategie in die deutschen Albumcharts.
2026: Nach dem Album ist vor dem nächsten. Die Formel lautet heuer „Sutsche“, und soviel dürfen wir bereits voraussagen: Die Energie brizzelt spürbar. Das Monsterboot segelt weiter: Es wird gepogt und geswingt, gesungen, gezweifelt, gefeiert. Sie werden von vielerlei erzählen, weiterhin ihre kreative Oase genießen, aber auch immer wieder neugierig über eigene Horizonte hinaus tänzeln.
Denn Glück ist ein Tool, eine Chance, ein geheimes Versprechen, das sich einlöst. Und wem wünscht man schon mehr davon, als diesen sechs Rabauken, die melodiöser flowen als Dalis Uhren?
Also Leute, Leinen los. Ein Tipp für alle: Genießt das Gefühl. Immer sutsche bleiben.

Verriss

Monsters of Liedermaching – alter Wein aus offenen Tetrapacks

Wie lange kann die adoleszente Phase dauern? Fragt man die Monsters: Ewig.
Seit fast 25 Jahren touren die sechs müden Herrschaften nun durch den deutschsprachigen Raum und bescheren ihrem Nischenpublikum kauzige Evergreens über Saufen, Sex und – wenigstens hin und wieder – Zärtlichkeit.

Zu Lagerfeuergitarren sitzen sie da im Halbkreis, heben die Bierflasche und ulken sich durch ihr Leben, leider aber auch jenes unschuldiger HörerInnen. Zum Sitzbankschunkeln wird mitgeklatscht, natürlich auf die Eins und die Vier, und das Bierzelt bebt in unreflektierter Freude ob der Haus/Maus-Originalität der übergrauten Sitzriesen. Sie singen vermeintlich ironisch, von weinenden Fröschen, dräuenden Schokobussen, kopulierenden Nachbarn und Cola Korn, immer
wieder Cola Korn, und blasen atemlos in Kazoos und Blockflöten. Dass sich hier und da eine Ballade einschleicht, ist ein viel zu kleiner Lichtblick im ewigen Tunnel der Liedermachingjuxerei. Sie selbst bezeichnen sich natürlich als zeitlos, aber das ist ewiger Stillstand eben auch.

Ihr neuestes Album heißt „Sutsche“, wurde live mitgeschnitten, und offenbart ein weiteres Mal, dass die Monsters sicher nette Menschen sind, aber nett, ihr wisst ja, wie`s weitergeht. Fazit: Sitzpogo für SPD-Punks, die noch heute vom gestern schwärmen. Aber immerhin mitsingtauglich.
Wenn man das wirklich will.