Tourtagebuch

LOGO, Hamburg

22. Apr. 2006

von Tottovic

14 Uhr: Nachdem wir heute früh um sechs Uhr in Hamburg angekommen sind, waren acht Stunden Schlaf im heimischen Bett a wonderful thing.
Fred und Burger sitzen im Wohnzimmer und erörtern gerade den aktuellen Logo-Vorverkaufsstand. Ausverkauft!
Herrjeh, was geht denn?
Telefonkonferenz mit den Monsters und eine deshalb verbrannte Mozzarellapizza später steht der Entschluß fest: Wir machen am 1.5. ein Katerspezialzusatzkonzert im Logo. Cool!
17 Uhr im Logo: alle sind da, es wird aufgebaut und gecheckt, Kaffee getrunken und kettegeraucht, denn wir sind schon ziemlich nervös.
Die ersten Freunde kommen auch an, und als wir um acht Uhr im benachbarten Cocktailladen „Down Under“ monströse Portionen Pasta und Geflügel vertilgen, hat sich vor dem Logo bereits eine beeindruckende Menschentraube angesammelt.
Halim, seines Zeichens cooler Typ und saouliger Sänger, verpaßt Burger und mir noch dufte Akkupressurbehandlungen, und unsere Kopf- und Nackenschmerzen lösen sich in Luft auf. Klingt alles ziemlich abgehoben, jetzt, wo ich es lese, ist aber in Wahrheit wirklich nur ein kumpeliges Zusammensitzen ohne Allürerei gewesen, Eid drauf!
Das Logo ist voll, extrem, vieleviele Freunde sind da, allein die Aufzählung der Namen würde zu viel Raum einnehmen, dann würde ich womöglich noch wen vergessen und au Backe!
21:15 – Konzert!
Holladiewaldfeedagehtwasab!
Das enorm Tolle an unseren Hamburgkonzerten ist immer, daß es scheinbar so was wie ein gegenseitiges Abkommen zwischen Publikum und Monsters gibt, sich einfach gegenseitig immer weiter hochzuschaukeln und die Feierfrequenzen auf immer höhere Level zu schrauben, alles ein bißchen albern und unangebracht, aber mit soviel Herz, daß einem die Seele glüht!
Besser kann ich das leider nicht ausdrücken, aber ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.
Heute wird hier nicht gespielt, es wird zelebriert! Sicher schräg, a little chaos is in it, aber Mann, das macht Spaß!
Natürlich übernimmt das Publikum ab einem gewissen Punkt die Kontrolle und singt für uns, imperativ doch höflich, gesungene Befehle, gerufene Wünsche, es wird getanzt, gelacht, getan, aufmerksam und doch Rockshow!
Unser Zugabenteil erstreckt sich demzufolge völlig selbstverständlich über eine extraordinäre Länge, man will gar nicht aufhören. Aber irgendwann muß ja auch mal gut sein, denn wir müssen ja schließlich noch etwas im „Down Under“ weiterfeiern. So wird’s gemacht. Gute Nacht!
Und am ersten Mai gibt’s dann wieder ein Sitzplatzkonzert. Wir freuen uns.

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